Superfood Ginkgo

Superfood Ginkgo

Superfood: Das verbinden die meisten Menschen mit exotischen Lebensmitteln, die ganz besonders viele Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente als Inhaltsstoffe enthalten.

Wussten Sie aber, dass auch unsere einheimischen Gemüse oder Obstsorten teilweise als Superfood gelten? Der Weißkohl zum Beispiel, aber auch der Sanddorn. Selbst Lebensmitteln, die keine gesunden Inhaltsstoffe in hoher Dosis haben, dennoch aber andere besonderen Wirkungen, gelten in meinen Augen als Superfood. Flohsamen und Flohsamenschalen zum Beispiel, mit der regulierenden Wirkung auf den Darm, helfen bei Verstopfung genauso wie bei leichtem Durchfall. Ein wahres Superfood also.

Ginkgo ist Superfood

Als Heilpflanze ist Ginkgo, bzw. der Ginkgo-Baum eine sehr alte Heilpflanze, die schon viele Hundert Jahre gegen Krankheiten genommen wird.

Der Baum stammt ursprünglich aus China und wird heute, gerade aufgrund seiner ganzen positiven Eigenschaften als Heilpflanze, auf der ganzen Welt angebaut. Vielfache Studien lassen vermuten, dass der Ginkgo-Baum noch einige Überraschungen bereithalten wird. So wird unter anderem vermutet, dass seine Wirkstoffe gegen Alzheimer und Demenz helfen können. Entsprechend werden Ginkgo-Präparate bereits heutzutage unterstützend gegen degenerative Erkrankungen gegeben.

Traditionell wird Ginkgo auch gegen andere Krankheiten, die alle eine mögliche Durchblutungsstörung als Ursache haben können, angewandt. Dies sind zum Beispiel der Tinnitus, der Hörsturz, Konzentrationsschwierigkeiten oder Schwindel). Zumindest eine normale Therapie unterstützend, kann Ginkgo hier möglicherweise helfen.

Welche Wirkstoffe machen den Ginkgo so wertvoll?

Der Ginkgo ist etwas Besonderes, denn gleich drei Wirkstoffe, die für Heilzwecke interessant sind, finden sich in ihm. Flavonoide, also sekundäre Pflanzenstoffe sind möglicherweise dem einen oder anderen bereits bekannt. Sie sind bereits recht gut erforscht und man weiß, dass die Flavonoide dem Schutz unserer Zellen dienen.

Bei den anderen beiden Wirkstoffen handelt es sich um die sogenannten Ginkgoloide und die Bilobalide. Beide gehören zur Gruppe der Terpene. Für beide Wirkstoffe wird vermutet, dass sie nicht nur für die Durchblutung im Körper eine Rolle spielen, sondern auch Zellen zum Wachstum anregen und vor einem frühen Zelltod schützen können. Es wird darum vermutet, dass die Stoffe in Zukunft möglicherweise helfen werden, degenerative Erkrankungen des Gehirns, wie zum Beispiel Alzheimer oder Demenz, behandeln zu können. Hier steht die Forschung allerdings noch am Anfang, dennoch werden Ginkgo-Produkte bereits heute vorbeugend und auch unterstützend gegen diese Krankheiten eingenommen.

Wie wird Ginkgo als Heilmittel verwendet?

Präparate mit Ginkgo gibt es in verschiedensten Formen. Als Kapseln oder Tabletten zum Einnehmen, aber auch als Pulver oder Tee. Selbst Globuli für eine homöopathische Anwendung sind erhältlich. In Absprache mit seinem Arzt sollte Ginko als Heilmittel gegen Krankheiten eher höher dosiert eingenommen werden. Hier sind Tagesdosen zwischen 100 und 250 mg Wirkstoff üblich. Da hohe Dosen Ginkgo möglicherweise auch Nebenwirkungen haben können, sollten Sie a) mit Ihrem Arzt die Einnahme absprechen und b) mit einer niedrigen Dosis anfangen und langsam steigern, wenn Sie die Einnahme einer niedrigen Dosis vertragen.

Ein Ginkgoprodukt vorbeugend einnehmen

Ginkgo lässt sich als Nahrungsergänzungsmittel auch sehr gut vorbeugend einnehmen. Aus Gründen der Vorbeugung sollte man nur niedrig dosierte Tagesdosen (40 mg Wirkstoff) zu sich nehmen oder ab und an eine Tasse Ginkgo Tee trinken. Auch die homöopathischen Globuli eignen sich zur vorbeugenden Einnahme. Bei dem regelmäßigen Verzehr von Ginkgo Tee ist darauf zu achten, diesen nur in Maßen zu trinken. Der Tee enthält Säure, die in größeren Mengen oder bei empfindlichen Menschen Nebenwirkungen hervorrufen kann.

Die Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern

Ginkgo hat eine Wechselwirkung mit Gerinnungshemmern. Es verstärkt die Wirkung solcher Mittel. Sollten Sie also Gerinnungshemmer oder auch Mittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure einnehmen, sollten Sie auf Ginkgopräparate verzichten. Außerdem sollten Sie bei der Einnahme von Medikamenten eine Ginkgo Einnahme immer mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen. Aufgrund seiner Eigenschaften sollte Ginkgo auch vor Operationen abgesetzt werden.

Die Nebenwirkungen von Ginkgo

Die Nebenwirkungen eines Ginkgopräparates sind überschaubar. In der Regel betreffen sie den Magen-Darm-Trakt (Sodbrennen, Blähungen, Bauchdrücken) und ab und an wird von Schwindel, Kopfschmerzen oder Unwohlsein berichtet. Selten gibt es eine Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe des Ginkgos, was zu Ausschlägen oder Juckreiz führen kann.

Zusammenfassung

Ginkgopräparate werden als Heilpflanze, vor allem in China, seit Jahrhunderten angewandt. Es ist vermutlich zu erwarten, dass wir noch viel von den Wirkstoffen dieses Superfood hören werden.  Ginkgo hat viele gesundheitliche Wirkungen im Paket, schauen Sie diese unter http://www.ginkgo-ratgeber.info/ nach.

Ginkgo Wissenswert

Ginkgo biloba Blätter.
Ginkgo biloba Blätter.

Der Ginkgo oder Ginko (Ginkgo biloba) ist eine in China heimische, heute weltweit angepflanzte Baumart. Er ist der einzige lebende Vertreter der Ginkgoales (ausgestorbene Gruppe von Samenpflanzen). Natürliche Ginkgo-Populationen sind nur aus der Stadt Chongqing und der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas bekannt.

In Ostasien wird der Baum wegen seiner essbaren Samen sowie als Tempelbaum kultiviert. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird in unseren Breiten seit etwa 1730 auch als Zierbaum gepflanzt.

Zum Jahrtausendwechsel erklärte das deutsche Kuratorium Baum des Jahres Ginkgo biloba zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends. Das Kuratorium erklärt, wie der Name schon verrät, sonst immer einen Baum des Jahres. 2017 war dies die Gemeine Ficht, 2018 die Ess-Kastanie.

 

 

 

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