Intermittierendes Fasten

Mythos Blitzdiät und schnelles Abnehmen

Bereits seit Jahrhunderten sind die positiven Auswirkungen des Fastens und Heilfastens auf den Körper bekannt. Mit dem Fasten verliert man nicht nur an Gewicht, sondern der Körper reinigt seine Zellen und somit praktisch sich selbst. Inzwischen ist bekannt, dass eine Fastenkur nicht nur den Blutdruck senken und die Blutwerte verbessern kann, sondern auch Patienten, die einen Diabetes Typ 2 haben, haben viele Wochen nach einer Fastenkur deutlich bessere Blutzuckerwerte und weniger Beschwerden.

Nun schwappt seit einigen Jahren auch der neue Trend „intermittierendes Fasten“ von Amerika nach Deutschland herüber. Intermittierend bedeutet „mit Unterbrechung“ und ist eine neue Art des Fastens, bei der es den meisten Leuten deutlich leichter fällt, auf Essen zu verzichten.

Die einfachste Art des intermittierenden Fastens ist sicherlich das „Dinner canceling“, bei dem das Abendbrot weggelassen wird und man nach 16 oder 17:00 Uhr nachmittags keine Mahlzeit mehr bis zum nächsten Tag zu sich nimmt.

Die verschiedenen Möglichkeiten des intermittierenden Fastens

Die 5:2 Diät

Aktuell besonders bekannt ist die 5:2 Diät, da sie häufig in den Medien besprochen wird (unter anderem auch bei der Fernsehsendung Quarks und Caspers im WDR. Bei der 5:2 Diät wird an zwei Tagen in der Woche gefastet, wobei man selbst an diesen Tagen 600 kcal als Mann und 500 kcal als Frau zu sich nehmen darf. An den übrigen fünf Tagen sollte man versuchen, nicht über 1800 kcal (Frauen) und 2000 kcal (Männer) zu kommen.

Tipps für die 5:2 Diät

Zwischen 500 und 600 kcal am Tag hören sich relativ wenig an, wenn man bedenkt, dass diese bereits durch eine halbe Tüte Kartoffelchips verbraucht wären. Wir raten daher auf Gemüse und Rohkost auszuweichen. Wer morgens zum Frühstück ein Stück Gurke, Paprika und eine Möhre knabbert und sich mittags eine Hand voll Gemüse ohne Öl anbrät, der hat abends noch ausreichend Kalorien zur Verfügung, um sich zum Beispiel weiteres Gemüse oder zwei Eier / Rührei zu machen.

Ausreichend trinken, also mindestens 2 l am Tag und bei Sport entsprechend mehr, sollten selbstverständlich sein. Wer vor seiner kleinen Mahlzeit an den Fastentagen ein großes Glas Wasser trinkt, ist schneller satt und hat ein schönes Sättigungsgefühl.

Für all die Leute, die mit kleinen Mahlzeiten an den Fastentagen gar nicht zurechtkommen, haben wir den Tipp, es einmal ganz ohne Nahrung zu probieren. Oft ist das Hungergefühl nach wenigen Stunden vorbei und man hat den Rest des Tages kein Problem. Leichte Brühen (Gemüsebrühe, Hühnerbrühe, Rinderbrühe, etc.) helfen über den Tag.

Eine Variation der 5:2 Diät

Wer es etwas strenger mag, der kann statt der 5:2 Diät einmal die 4:3 Diät probieren, oder alternativ täglich zwischen Fasten und Essen abwechseln. Dieser gleichmäßige Rhythmus fällt vielen Leuten bereits nach wenigen Wochen sehr leicht und die Abnehmerfolge sind entsprechend sehr.

Das stundenweise intermittierende Fasten

Neben der 5:2 Diät gibt es auch die Möglichkeit, nur stundenweise zu Fasten. Das bedeutet, dass sie die tägliche Nahrungsaufnahme nur auf einen engen Zeitraum legen. Heutzutage frühstücken die meisten Menschen zwischen 6:00 Uhr und 8:00 Uhr morgens und Essen häufig noch zwischen 20 und 22:00 Uhr eine Mahlzeit. Der Zeitraum ohne Nahrung beträgt also nur 8-12 Stunden. Durch das intermittierende Fasten wird dieser Zeitraum wieder deutlich angehoben. Anfänglich fastet man 14-16 Stunden am Tag. Wer sich daran gewöhnt hat, der schafft schnell auch 18 oder 20 Stunden am Stück ohne Nahrungsaufnahme.

Ein typischer Tag könnte dann so aussehen, dass man das Frühstück ausfallen lässt, das Mittagessen um 12:00 Uhr mittags einnimmt, nachmittags eine kleine Zwischenmahlzeit (zum Beispiel einen Apfel) zu sich nimmt und um 18:00 Uhr bereits Abendbrot ist. Während man so nur noch über 6 Stunden Nahrung aufnimmt, liegt die Fastenzeit bereits bei 18 Stunden täglich.

Der Vorteil des intermittierenden Fastens liegt darin, dass man täglich essen kann und nach einer Gewöhnungszeit in der Regel gut damit klar kommt. Außerdem ist diese Art des Fastens besonders flexibel. Wer zum Beispiel zum Frühstück eingeladen ist, der verschiebt seine Essens-Zeit einfach für einen Tag in den Morgen und lässt somit spätnachmittags und abends das Essen weg.

Übrigens: durch das kleine Fenster für die Nahrungsaufnahme spart man reichliche Kalorien. Deshalb dürfen sie sich (natürlich nur innerhalb des Essens-Zeitfensters) durchaus auch einmal mit einem Stück Schokolade oder einem kleinen Stück Kuchen belohnen. Selbst ein so genannter „Cheat-Day“ pro Woche, an dem sie alle drei Mahlzeiten essen, ist kein großes Problem. In der Regel nehmen sie durch die sechs Tage intermittierenden Fastens trotzdem ein halbes bis 1 kg pro Woche ab.

 

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