Lange Zeit war die sogenannte Hausmannskost das beliebteste Essen in der Küche der deutschen Privathaushalte und auch in vielen Restaurants und Speiselokalen. Auch heute findet man noch Gerichte, die dem alten Prinzip der Hausmannskost – welches bis vor wenigen Jahrzehnten noch alltäglich war – entsprechen, doch diese werden immer weniger. Nicht etwa, weil sie nicht mehr schmecken würden sondern weil ihre Art und Weise nicht mehr zeitgemäß ist. Nicht so moderne und gesunde Rezepte wie jene für die Hausmannskost zeigen, dass man in vergangenen Zeiten noch einen viel höheren Energiebedarf im Alltag hatte, welcher die Deftigkeit und durchaus auch den Fettgehalt dieser Rezepte rechtfertigen. In unserer immer stärker hochtechnisierten Welt benötigen wir jedoch mittlerweile viel weniger Kalorien im Tagesverlauf als dies noch vor 50 oder gar 100 Jahren der Fall war. Entsprechend musste sich auch die Küche dahingehend anpassen, damit sie auch zukünftig als gesunde Küche gelten kann.

Gesunde Ernährung kann durchaus lecker sein.
Die moderne Ernährungswissenschaft greift dabei auch auf Erkenntnisse der gesunden Küche anderer Länder zurück und so gibt es eine Vielzahl gesunde Rezepte, die zum Beispiel ihren Ursprung im mediterranen Raum oder in Übersee haben und deren Nahrungsmittel – durch den globalen Handel vergleichsweise einfach – auch in die gesunde Küche der Deutschen bringen.
Gesunde Rezepte sollten vor allem auf viel stärkearmes Obst und Gemüse zurückgreifen, da diese den wichtigsten Baustein der modernen Ernährungspyramide darstellen. Oliven- oder Rapsöl eignen sich als Speiseöle am besten durch ihre Fettqualitäten. Eiweiß gilt als zweiter wichtiger Baustein, den man in gesunden Rezepten durch Fisch, Geflügel, Eier oder Milch auffüllen sollte. Erst dann folgen Vollkornprodukte und zum Schluss, jene Nahrungsmittel, auf die man in einer gesunden Küche am sparsamsten zurück greifen sollte: Getreideprodukte, Süßwaren und alle gesüßten Getränke
